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"Macht der Gefühle"

macht der gefuehleIm Beisein von Schulleiter Thomas Feser und Lehrer Uli Ammersbach eröffnete der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel in der Staatlichen Realschule die von ihm bereitgestellte Ausstellung „Macht der Gefühle, Deutschland 19/19“.

„In der heutigen Zeit, in der Politik offenbar zunehmend von Gefühlen bestimmt wird, ist es wichtig, gefühlte Wahrheiten, die gerade von Radikalen aller Couleur verbreitet werden, zu hinterfragen“, bekräftigte Rützel bei der Ausstellungseröffnung. Hier setzt laut Pressemitteilung Rützels die Schau an und verdeutlicht auf 20 Plakaten die politische und gesellschaftliche Wirkungsmacht von Angst, Hoffnung, Liebe oder Wut anhand passender Fotos aus den vergangenen 100 Jahren deutscher Geschichte. Darunter sind viele bekannte Aufnahmen und Titelbilder, wie der Kniefall von Willy Brandt in Warschau im Jahr 1970 mit der Überschrift „Scham“ oder die Bilder demonstrierender Rechtsextremisten unter dem Titel „Hass“.

„Wir leben in einer Zeit der Daueraufgeregtheit. Aufgeheizte Emotionen und vermeintlich permanente Aufreger in Gesellschaft und Politik werden insbesondere von Populisten genutzt, um in komplexen Fragen mit scheinbar einfachen Antworten Stimmen zu fangen", sagte Rützel. Die stetig zunehmende Informationsflut über Facebook, Google, Twitter und Co. verstärke diese Tendenzen. Bildung sei das beste Gegenmittel: „Es geht darum, Informationen und Eindrücke richtig einzuordnen und im besten Fall zu überprüfen.“ Insofern sei er dankbar, dass die Gemündener Realschule die Ausstellung nutze, um mit den Schülern über diese Themen zu sprechen.

Bis Freitag, 24. Mai, ist die Ausstellung noch im ersten Stock der Staatlichen Realschule zu besichtigen.

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