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Klimaschutz!Aktions!Tag!

klimaschutztag 01Wer sind denn die jungen Leute und warum tragen sie ein Fahrrad durch die Schule? Bereits bei ihrer Ankunft an der Staatlichen Realschule zogen Julia Stubenrauch von der Energie-agentur Unterfranken e.V. und ihr Team viele neugierige Blicke auf sich, als sie sich vor Unterrichtsbeginn mit einem Fahrrad unter dem Arm einen Weg durch die Schülermenge bahnten. Einige Schüler vermuteten bereits, dass das wohl etwas mit dem Klimaschutz! Aktions!Tag!, der für die 5. und. 6. Klassen auf dem Programm stand, zu tun haben könnte. Die Energieagentur Unterfranken e.V. bietet diese eintägige Veranstaltung an, um Schüler dazu zu motivieren, eigenes, nachhaltiges Handeln zu entwickeln. Dafür ist es unerlässlich, den Jugendlichen die Folgen ihres täglichen Handels aufzuzeigen.

Nachdem die 5. und 6. Klässler in Gruppen aufgeteilt waren, konnte es auch schon losgehen. Jede Gruppe durchlief drei Stationen. Im ersten Workshop erfuhren die gespannten Schüler endlich, was es mit dem mitgebrachten Fahrrad auf sich hatte: Bei dem Rad handelte es sich um ein Energie-Fahrrad, mit dem die Schüler aus eigener Muskelkraft Strom erzeugen sollten, was sie natürlich mit Begeisterung taten. Während ein Schüler kräftig in die Pedale trat, drehte sich plötzlich der Quirl eines Mixers oder es leuchtete eine Glühbirne. Auf diese Weise wurde den Schülern vor Augen geführt, wie viel eigene Kraft aufgebracht werden muss, um verschiedene Geräte betreiben zu können. Nachdem die Fragen „Woher kommt unser Strom überhaupt?“ und „Was ist der Unterschied zwischen fossilen und erneuerbaren Energien?“ beantwortet waren, sammelten die Schüler schließlich gemeinsam Ideen, wie sie im Schulumfeld, aber auch zu Hause in Zukunft Strom einsparen können.

klimaschutztag 08Nicht weniger spannend war der Workshop „Konsum, Klima und Müllvermeidung“. Dort wurden die Jugendlichen damit konfrontiert, wie unser Konsumverhalten das Klima beeinflusst. Während die Schüler mit Hilfe von Texten die einzelnen Schritte bei der Herstellung einer Jeans erarbeiteten, stellten sie erstaunt fest, dass eine Jeans einen langen Weg durch 13 Länder zurücklegt, bis sie letztendlich in unserem Kleiderschrank landet. Auf einer Weltkarte konnten die Schüler die genaue Strecke noch einmal nachvollziehen. Dass für die Herstellung einer Jeans große Mengen Wasser notwendig sind, war vielen Schülern dagegen bereits bekannt. Einige Schüler konnten sogar noch weitere Beispiele nennen, wie viel virtuelles Wasser in bestimmten Nahrungsmitteln oder anderen Konsumgütern steckt. Zum Schluss waren sich alle einig, dass man seine Jeans oder andere Kleidung nicht einfach wegwerfen sollte, wenn man sie nicht mehr anzieht, sondern sie beispielsweise an andere Personen weitergeben oder upcyclen kann. Außerdem sollten wir nicht unnötig viele Kleidungsstücke kaufen.

Im dritten Workshop „Ernährung - das Klima ist, was du isst“ wurde der Frage „Was hat unser Essen mit dem Klima zu tun?“ nachgegangen. Nachdem den Schülern der Zusammenhang zwischen der Herstellung von Lebensmitteln und den Treibhausgasen, die auch durch den langen Transport vom Produktionsort bis hin zum Verbraucher erzeugt werden, klar war, wurden gemeinsam praktische Tipps für eine nachhaltige Ernährung erarbeitet, wie das Bevorzugen von saisonalen und regionalen Produkten.

Am Ende dieses besonderen und kurzweiligen Schultages war allen Schülern bewusst, wie wichtig verantwortungsbewusstes Verhalten für die Zukunft und die Umwelt ist.

Manuela Vollmuth

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